Diskussionskultur im Borussenforum

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Quanah Parker
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Re: Diskussionskultur im Borussenforum

Beitrag von Quanah Parker » 11.06.2022 17:41

Ich finde das die komplette Kapelle hier den Grundstein für kommunikatives "Miteinander" gelegt hat.
Deshalb soll alles so bleiben wie es ist.
Die Truppe macht einen richtig guten Job.
Ich möchte und will diese vertrauten Namen weiter lesen dürfen. Auch wenn sie mich mal maßregeln.

Sie gehören zu dem Forum wie eben eine Familie.
Selbst wenn man sich noch nie gesehen hat oder stimmlich gehört.
Es ist trotzdem vertraut und angenehm.

Es wäre sehr Sozial schmerzlich, wenn einer die Flinte ins Korn schmeisst.
Über die Jahre gesehen bricht dann auch etwas weg, was nicht schön ist.
Wenn es nach mir ginge, muss es so weiter gehen bis in alle Ewigkeit. :aniwink:
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VFLmoney
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Re: Diskussionskultur im Borussenforum

Beitrag von VFLmoney » 20.06.2022 20:11

raute56 hat geschrieben: 02.06.2022 10:47 Vielleicht liegt es daran, dass man im Schutze der Anonymität meint, "die XXX rauslassen zu dürfen".
Das ist heute der Standard, kaum jemand würde sich die Mühe machen, diese Dinge handschriftlich in einem Brief zu verfassen.
Sowohl Politik als auch Teile der Medien und insbesondere Social Media sind heute die negativen Verstärker in der Kommunikation.
Einfach mal was raushauen, ob live vor der Kamera oder auf Twitter etc., ist doch total easy.
Um bei der heutigen Informationsflut noch wahrgenommen zu werden ist dann nahezu jedes Mittel ok..( nach eigener Definition ).
Ist es so schwer, sachlich über Themen, die Borussia betreffen, zu diskutieren?
Tja......die Zahl derer, die so etwas nie gelernt haben, wird halt immer größer.
Kommunikation im SMS-Denglisch, Twitter-Format oder ähnliches Gestammel führen doch dazu, dass die eigentliche Botschaft auf ein Minimum verkürzt wird.
Und dann gilt......Stumpf ist Trumpf.
Diskussionskultur.........ist mir dieser Tage nochmal in den Sinn gekommen......der Anlass lag im Musik-Thread des Forums.
Vieles aus den 70er & 80er Jahren wäre heute gar nicht möglich, der jeweilige Absender würde unweigerlich dem folgenden Shitstorm zum Opfer fallen.
Denn da kennen die Kleriker und Jakobiner der Neuzeit weder Toleranz noch Erbarmen.
Manches war sicher provokant, kontrovers, schnoddrig, frech, dreist, deutlich, vulgär, hintersinnig......der Einstieg in den Verfall von Sitte und Moral. :lol:

Na und ?

Es hat auf jeden Fall viele Diskussionen angeregt bzw. erst geöffnet.....und auch viele zum Nachdenken angeregt.
Um sich tatsächlich mal mit der jeweiligen Sache zu befassen.......stimmt denn das wirklich.....worum geht´s da überhaupt....?
Heute gilt das offenbar als überflüssige Zeitverschwendung......einfach mal was raushauen......passt schon.

Ich kann diejenigen verstehen, die sich da ausklinken wollen.
Andererseits stört´s mich dann, wenn die........Koryphäen versuchen, die Regie zu übernehmen, das kann nicht Sinn und Zweck sein.
Also, nur durch kontroversen Austausch kommt man weiter, dabei sollte man den Krakeeler nicht das Feld überlassen. :ja:
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BurningSoul
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Re: Diskussionskultur im Borussenforum

Beitrag von BurningSoul » 21.06.2022 16:55

VFLmoney hat geschrieben: 20.06.2022 20:11 Tja......die Zahl derer, die so etwas nie gelernt haben, wird halt immer größer.
Wobei gerade auf Facebook viele Leute, die aus der Generation stammen, die eigentlich die Diskussionskultur beherrschen sollten, trotzdem die sprichwörtliche S** rauslassen und anzünden. Häufig sogar unter dem Klarnamen.

Social Media gibt halt jedem Menschen das Gefühl gehört zu werden. Früher hat Hans Wurst vielleicht schon die gleichen Sprüche in der Kneipe rausgehauen, aber außer seinen zwei Saufkumpanen hat sich niemand darum geschert, und selbst die Saufkumpanen haben das im Rausch am nächsten Morgen vergessen. Heute rotzt man irgendwelche Dinge auf Twitter oder Facebook, mit dem Unterschied, dass der Mist wie ein Graffiti sichtbar bleibt. Und irgendwann finden sich entsprechende Leute ein, die den Rotz von Hans Wurst feiern. Selbst wenn das unterstes Stammtischniveau wäre, was man bei jeder sachlichen Diskussion als "bewusste Falschaussage" abtun würde.

Und jetzt kommt das Problem: Mit diesen Leuten kannst du auf sachlicher Ebene eigentlich nicht diskutieren. Aber es ignorieren und sagen "die werden schon damit aufhören" hat am Beispiel Facebook absolut nicht funktioniert. Das führt am Ende nur dazu, dass sich auf der Plattform Millionen Marktschreier tummeln, die alle irgendwie in ihrem Saft schmoren und ihresgleichen Applaus spenden. Während die Menschen, die eigentlich diskutieren und an einem Meinungsaustausch interessiert sind, nur noch auf persönlicher Ebene angegangen werden. Umso wichtiger, dass die Leute, die an einem Diskussionsforum Interesse haben hier aktiv bleiben. Wenn man nämlich den Marktschreiern das Feld überlässt, endet es wie im Brett. Niveaulimbo, weil die Leute, die gerne über Fußball diskutieren wollten, schon vor Jahren das Weite gesucht haben.
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VFLmoney
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Re: Diskussionskultur im Borussenforum

Beitrag von VFLmoney » 21.06.2022 17:45

BurningSoul hat geschrieben: 21.06.2022 16:55 Wenn man nämlich den Marktschreiern das Feld überlässt, endet es wie im Brett. Niveaulimbo, weil die Leute, die gerne über Fußball diskutieren wollten, schon vor Jahren das Weite gesucht haben.
Ja.

Ich habe noch in Erinnerung, was ein Ex-OB aus Stuttgart mal vor langer Zeit zu solchen Szenarien gesagt hat :
" Wir haben das Niveau der Diskussion soweit abgesenkt, dass jede(r) daran teilnehmen kann !"
Und jetzt kommt das Problem: Mit diesen Leuten kannst du auf sachlicher Ebene eigentlich nicht diskutieren.
Stimmt.
Im Grunde auch gar nicht kommunizieren, weil auf der Gegenseite ohnehin nur das tief verankerte Unwissen zählt.
Das führt am Ende nur dazu, dass sich auf der Plattform Millionen Marktschreier tummeln, die alle irgendwie in ihrem Saft schmoren und ihresgleichen Applaus spenden.
Eben, das ist leider die Konsequenz.
Führt dann dazu, dass sich der Rest sagt : " Komm, lass laufen ...is´ doch eh egal, schade um die Zeit !"
Oder sich das Lagerfeld-Prinzip ( " Die ignoriere ich nicht mal..." ) zu eigen macht.
Sicher nachvollziehbar, aber leider nicht die Lösung des Problems.
Da ist das Forum auch nur ein Spiegelbild der Gesellschaft, auch da reicht es bisweilen von der geistig niedrigsten Gangart bis zu denen, die ( außer einem guten Gewissen ) bereits relativ viel besitzen.
Bionade-Biedermeier meets Radikalinski........eine sehr ungesunde Entwicklung.
Trotz allen Frustes und gelegentlich schlechter Laune, mit einem Abgang überlässt man das Feld vollends den Gauklern und Possenreißern.
Das kann´s nicht sein......
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Beitrag von Vorstopper » 23.06.2022 12:57

Woher kommt in diesem Forum eigentlich diese Kultur, Posts, die einem nicht gefallen, abwertend und zumteil nur mit irgendwelchen emojis zu kommentieren? Kann man sich da nicht einfach seinen Teil denken und gut ist?
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Re: Diskussionskultur im Borussenforum

Beitrag von VFLmoney » 24.06.2022 12:01

hennesmussher hat geschrieben: 02.06.2022 10:58 Gerade Krisenzeiten sollten lehren im Dialog statt egozentrisch miteinander umzugehen.
Es tritt eher das Gegenteil ein.
Diesen und auch den von @rz70 erwähnten Effekt hat übrigens die US-Publizistin Faith Popcorn schon vor vielen Jahren beschrieben.
Und das mit dem Begriff " Cocooning " belegt, das Einspinnen in die ( vermeintlich ) sichere, eigene Sphäre.
Insbesondere in der Krise verstärkt sich dieses Verhalten, zeigt sich nicht nur im Mikrokosmos Forum.
Daher kommt es auch nicht zum hier erwähnten " Aufstand der Anständigen ", der fällt einfach aus.
Auf der Strecke steigen eben immer mehr aus und nehmen nicht mehr am Dialog teil.
Motto : " Klei mi am Mors "....wie man hier so sacht.
Heißt übersetzt : " Du kannst mich mal.......gern haben !"

Ist der Punkt erreicht, gehen die Botschaften ins Leere.......mangels Empfänger.
What you see is what you get.......im wahrsten Sinne des Wortes.

Und wenn´s nicht mal mehr für 2-3 Zeilen reicht, kommt halt ein Emoji/Smilie.
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Re: Transferpolitik/Transfervorschläge 2022/23

Beitrag von Jagger1 » 24.06.2022 16:38

Vorstopper hat geschrieben: 23.06.2022 12:57 Woher kommt in diesem Forum eigentlich diese Kultur, Posts, die einem nicht gefallen, abwertend und zumteil nur mit irgendwelchen emojis zu kommentieren? Kann man sich da nicht einfach seinen Teil denken und gut ist?
Ich nehme an, dass diese Praxis von Forumsteilnehmern aus anderen (a)sozialen Netzwerken übernommen wurde.
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Re: Diskussionskultur im Borussenforum

Beitrag von VFLmoney » 08.07.2022 16:49

Hmmm, wir haben inzwischen ´ne Menge negativer Aspekte zusammengetragen, die zu Frust und Lethargie geführt haben.
Ein aus meiner Sicht positiver Ansatz lief dieser Tage über die Sender, wir haben es kurz im Historien-Thread angesprochen.
In der Dokumentation geht es um ein Grüppchen Borussen, die mit Unterstützung anderer Personen etwas umsetzen konnten, was zuvor als undenkbar galt.

Nun müssen wir keine außergewöhnlichen Entscheidungen treffen und auch keine Begegnungen bewältigen, die Geschichte schreiben.
Etwas kann man aus der Historie allerdings schon mitnehmen.........wenn die Bereitschaft vorhanden ist.
Hier im Forum wird gern mit Begrifflichkeiten wie " Komfortzone " und " Wohlfühloase " hantiert.
Um die Negativspirale ins Positive zu drehen, wäre es vllt. ein probates Mittel, gelegentlich die eigene Komfortzone in der bisherigen Wohlfühloase zu verlassen.
Wenn dazu ggf. Stützräder notwendig sind, die erwähnte Doku liefert sie im 3XL-Format.
@sterno hat idealerweise den YT-Link dazu eingestellt :
https://www.youtube.com/watch?v=M9vFQqgCbrg

Man muss dann nur noch das Rückgrat in eine senkrechte Position stellen und Werte vertreten, die Borussia bereits definiert hat.
Auch hier muss das Rad nicht neu erfunden werden.
Just do it ........wie man heute so sagt.
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